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Wir beraten Sie rund um das Thema Hämophilie

Beratung

Wir sind Spezialisten für die Behandlung von Hämophilie. Wir verstehen die einzigartigen Herausforderungen, mit denen Menschen mit dieser seltenen Bluterkrankung konfrontiert sind, und bieten Ihnen eine umfassende Unterstützung.
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Was ist Hämophilie?

Hämophilie, auch als Bluterkrankheit bezeichnet, ist eine genetisch bedingte Störung der Blutgerinnung, die zu langanhaltenden und schweren Blutungen führt.
Diese seltene Erkrankung betrifft hauptsächlich Männer und wird durch einen Mangel oder ein Fehlen bestimmter Gerinnungsfaktoren im Blut verursacht.
In diesem Artikel werden wir einen umfassenden Überblick über Hämophilie geben: von ihrer Definition und den möglichen Ursachen bis hin zu den Symptomen und Behandlungsmöglichkeiten. Wir werden uns mit den verschiedenen Schweregraden der Erkrankung auseinandersetzen und die Symptome wie anhaltende Blutungen, Gelenkblutungen und weitere Komplikationen beleuchten. Darüber hinaus werden wir einen Blick auf die verfügbaren Behandlungen werfen, einschließlich der Gerinnungsfaktor-Ersatztherapie, prophylaktischer Ansätze und begleitender Therapien wie Physiotherapie. Obwohl Hämophilie eine Herausforderung darstellt, kann eine adäquate medizinische Betreuung und Behandlung dazu beitragen, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und potenzielle Komplikationen zu minimieren.

Hämophilie

Es gibt verschiedene Formen von Hämophilie, die sich je nach dem betroffenen Gerinnungsfaktor unterscheiden. Hämophilie A ist die häufigste Form und tritt auf, wenn der Faktor VIII nicht ausreichend vorhanden ist. Hämophilie B tritt auf, wenn der Faktor IX fehlt oder vermindert ist.
Die Symptome von Hämophilie sind in der Regel mit Blutungen verbunden. Betroffene können leicht blaue Flecken bekommen und haben oft lang anhaltende Blutungen nach Verletzungen. Bei schwereren Fällen können spontane Blutungen auftreten, insbesondere in den Gelenken, was zu Schwellungen, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führt.
Hämophilie ist derzeit nicht heilbar, aber sie kann mit angemessener Behandlung gut kontrolliert werden. Die Hauptbehandlung besteht aus der Verabreichung des fehlenden Gerinnungsfaktors, entweder als vorbeugende Maßnahme oder bei akuten Blutungen. Physiotherapie und andere unterstützende Maßnahmen können helfen, die Gelenkfunktion zu verbessern und Komplikationen zu vermeiden.
Es ist wichtig, dass Menschen mit Hämophilie regelmäßig von einem spezialisierten Team von Ärzten und Fachleuten betreut werden, um ihre Behandlung zu überwachen und ihnen bei der Bewältigung der Krankheit zu helfen.

Symptome

Die Symptome von Hämophilie können je nach Schweregrad der Erkrankung variieren. Hier sind einige häufige Symptome:

1. Anhaltende Blutungen: Eine verlängerte Blutungszeit ist ein charakteristisches Merkmal von Hämophilie. Selbst kleine Schnitte oder Kratzer können länger bluten als bei Menschen ohne Hämophilie. Blutungen können auch spontan auftreten, ohne offensichtliche Verletzung.
2. Häufige blaue Flecken: Betroffene können leicht blaue Flecken bekommen, auch nach leichten Stößen oder Verletzungen.
3. Gelenkblutungen: Eine der häufigsten Komplikationen bei Hämophilie sind Blutungen in den Gelenken, insbesondere in den Knien, Ellbogen, Knöcheln und Schultern. Gelenkblutungen verursachen Schwellungen, Schmerzen, Steifheit und Bewegungseinschränkungen.
4. Muskelschmerzen und Blutungen: Hämophilie kann auch Muskelschmerzen verursachen, begleitet von Blutungen in den Muskeln. Dies kann zu Schwellungen, Empfindlichkeit und eingeschränkter Bewegungsfreiheit führen.
5. Nasenbluten: Nasenbluten können bei Hämophilie häufiger und schwerer sein als bei Menschen ohne die Erkrankung.
6. Blut im Urin oder Stuhl: Bei schwereren Blutungen kann es zu Blutungen im Urin oder Stuhl kommen.


Es ist wichtig zu beachten, dass die Symptome von Hämophilie von Person zu Person variieren können. Menschen mit schwerer Hämophilie haben in der Regel häufiger und schwerere Symptome, während Menschen mit milder Hämophilie möglicherweise weniger ausgeprägte Symptome haben. Eine genaue Diagnose und eine angemessene medizinische Betreuung sind entscheidend, um die Symptome zu überwachen und angemessene Behandlungen einzuleiten.

Krankheitsverlauf

Der Krankheitsverlauf von Hämophilie kann je nach Schweregrad der Erkrankung unterschiedlich sein. Es gibt drei Hauptgrade der Hämophilie: schwer, moderat und mild. Der Schweregrad hängt von der Menge des fehlenden oder defekten Gerinnungsfaktors im Blut ab.
Schwere Hämophilie: Personen mit schwerer Hämophilie (Faktorspiegel unter 1 %) neigen dazu, häufig und schwer zu bluten. Schon geringfügige Verletzungen können zu langanhaltenden und schweren Blutungen führen. Spontane Blutungen ohne offensichtlichen Grund sind ebenfalls möglich, insbesondere in den Gelenken. Gelenkblutungen sind eine häufige Komplikation bei schwerer Hämophilie und können langfristig zu Gelenkschäden führen.
Moderate Hämophilie: Bei moderater Hämophilie (Faktorspiegel zwischen 1 % und 5 %) sind die Blutungsneigung und die Schwere der Symptome in der Regel geringer als bei schwerer Hämophilie. Dennoch kann es zu längeren Blutungszeiten und zu Blutungen nach Verletzungen kommen.
Milde Hämophilie: Menschen mit milder Hämophilie (Faktorspiegel zwischen 5 % und 40 %) haben normalerweise nur selten Symptome. Die Blutungsneigung ist in der Regel mild und tritt nur nach erheblichen Verletzungen oder Operationen auf.
Der Krankheitsverlauf von Hämophilie kann durch eine angemessene Behandlung und präventive Maßnahmen wie die regelmäßige Gabe des fehlenden Gerinnungsfaktors verbessert werden. Durch eine rechtzeitige Behandlung können Blutungen kontrolliert und Gelenkschäden minimiert werden. Es ist wichtig, dass Menschen mit Hämophilie eng mit einem spezialisierten Team von Ärzten zusammenarbeiten, um ihre Erkrankung zu überwachen, Behandlungspläne zu entwickeln und mögliche Komplikationen zu vermeiden.

Es sollte beachtet werden, dass der Krankheitsverlauf von Hämophilie von Person zu Person unterschiedlich sein kann. Einige Menschen mit Hämophilie können ein relativ normales Leben führen, während andere möglicherweise häufiger mit Blutungen und Komplikationen zu kämpfen haben. Eine individuelle Betreuung und Behandlung sind entscheidend, um den bestmöglichen Verlauf der Erkrankung zu gewährleisten.

Behandlungen

Es gibt verschiedene Behandlungen für Hämophilie, die darauf abzielen, die Blutgerinnung zu verbessern und Blutungen zu kontrollieren. Hier sind einige gängige Behandlungsoptionen:

1. Gerinnungsfaktor-Ersatztherapie: Dies ist die wichtigste Behandlung für Hämophilie. Dabei wird der fehlende oder defekte Gerinnungsfaktor durch intravenöse Infusionen von konzentriertem Gerinnungsfaktorpräparat ersetzt. Bei Hämophilie A wird Faktor VIII ersetzt, während bei Hämophilie B Faktor IX ersetzt wird. Die Ersatztherapie kann entweder als präventive Maßnahme (prophylaktische Behandlung) durchgeführt werden, um Blutungen zu verhindern, oder bei akuten Blutungen (on-demand Behandlung) eingesetzt werden.
2. Desmopressin: Bei einigen Menschen mit milder Hämophilie A kann Desmopressin, ein synthetisches Hormon, das die Freisetzung von körpereigenem Faktor VIII stimuliert, verwendet werden. Es wird normalerweise als Nasenspray oder intravenöse Infusion verabreicht und kann bei einigen Patienten die Blutgerinnung vorübergehend verbessern.
3. Prophylaxe: Die prophylaktische Behandlung beinhaltet regelmäßige Infusionen von Gerinnungsfaktoren, um Blutungen vorbeugend zu verhindern. Dies ist besonders bei Menschen mit schwerer Hämophilie wichtig, um Gelenkblutungen und andere Komplikationen zu vermeiden. Die Häufigkeit der Infusionen hängt vom individuellen Bedarf und dem Schweregrad der Erkrankung ab.
4. Ad-hoc-Behandlung: Bei akuten Blutungen oder Verletzungen kann der Gerinnungsfaktor bedarfsweise verabreicht werden. Dies geschieht, wenn eine Blutung auftritt oder vor geplanten invasiven Eingriffen oder Operationen.
5. Physiotherapie: Physiotherapie kann helfen, die Gelenkfunktion zu verbessern, Muskelschmerzen zu lindern und Gelenkschäden vorzubeugen. Es können spezielle Übungen und Techniken angewendet werden, um die Muskulatur zu stärken und die Beweglichkeit zu erhalten.
6. Schmerzmanagement: Zur Kontrolle von Schmerzen im Zusammenhang mit Gelenkblutungen oder anderen Hämophilie-bedingten Problemen können schmerzlindernde Medikamente eingesetzt werden.


Es ist wichtig, dass die Behandlung von Hämophilie von einem spezialisierten Team von Ärzten und Fachleuten überwacht wird, um den individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden. Die Behandlungspläne werden je nach Schweregrad der Hämophilie, Alter, Aktivitätsniveau und anderen individuellen Faktoren individuell angepasst.

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